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Bio boomt in der Schweiz 2025

Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in der Schweiz: 2025 bleibt die Nachfrage hoch

Bio ist für viele von Euch längst Alltag – im Supermarkt, beim Discounter oder im Bio-Fachgeschäft. Auch 2025 zeigt sich: Bio-Lebensmittel bleiben gefragt. Flächendeckend publizierte Jahreszahlen für 2025 liegen vielerorts noch nicht vollständig vor. Die zuletzt verfügbaren Marktdaten (2024) geben aber ein klares Bild davon, wie stabil und bedeutend der Bio-Markt in der Schweiz ist.

Aktuelle Marktlage: Bio bleibt auf hohem Niveau

Im Schweizer Detailhandel machten Bio-Lebensmittel zuletzt rund 11,6 % des Umsatzes aus – das entspricht rund 3,5 Milliarden Franken. Auffällig: Der Umsatz stieg nur leicht, die verkaufte Menge legte jedoch spürbarer zu. Das deutet darauf hin, dass Bio weiterhin gekauft wird, gleichzeitig aber mehr auf den Preis geachtet wird.

Für Euch als Kundschaft heisst das: Bio bleibt attraktiv – aber Aktionen, Eigenmarken und Preis-Leistung spielen wieder eine grössere Rolle.

Warum Bio gefragt bleibt – und was viele bremst

Die Gründe, warum viele von Euch zu Bio greifen, sind oft ganz praktisch:

  • weniger chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel
  • Wunsch nach bewusster Ernährung
  • Fokus auf Tierwohl und eine umweltschonendere Produktion

Gleichzeitig bleibt der Preis für viele der entscheidende Punkt. Gerade wenn die Lebenshaltungskosten steigen, wird Bio nicht grundsätzlich gemieden – es wird einfach gezielter gekauft.

Eigenmarken als wichtiger Treiber

Ein grosser Teil der Dynamik kommt daher, dass Detailhändler und Discounter ihre Bio-Eigenmarken ausbauen. Für Euch macht das Bio im Alltag einfacher: bessere Verfügbarkeit, oft ein attraktiverer Preis und ein Sortiment, das von Basisprodukten bis zu Frische reicht.

Wo Bio am häufigsten im Einkaufskorb landet

In der Schweiz werden Bio-Produkte hauptsächlich dort gekauft, wo die meisten von Euch den Wocheneinkauf ohnehin erledigen – im klassischen Detailhandel. Vor allem Coop und Migros tragen einen grossen Teil des Bio-Umsatzes, weil Bio dort längst fixer Bestandteil des Sortiments ist.

Parallel dazu gewinnen die Discounter weiter an Gewicht: ALDI, Lidl und auch Denner bauen ihr Bio-Angebot seit Jahren aus – besonders über Eigenmarken, die Bio für viele Haushalte leistbarer machen. Dadurch landet Bio immer häufiger „nebenbei“ im Einkauf, ohne dass Ihr extra ein Spezialgeschäft ansteuern müsst.

Der Bio-Fachhandel bleibt wichtig – etwa für Beratung, Spezialsortimente oder eine besonders grosse Auswahl – verliert im Vergleich zum breiten Handel aber tendenziell etwas Anteil. Unterm Strich passiert der Grossteil der Bio-Einkäufe dort, wo es bequem ist: bei Coop, Migros sowie zunehmend auch bei ALDI, Lidl und Denner.

Diese Bio-Produkte sind besonders gefragt

Zu den umsatzstärksten Bio-Warengruppen zählen zuletzt:

  1. Getreide und Backwaren
  2. Gemüse und Kartoffeln
  3. Milchprodukte und Alternativen

In einzelnen Kategorien ist der Bio-Anteil besonders hoch – etwa bei Babynahrung, wo viele ganz bewusst zu Bio greifen.

Kann die Schweizer Produktion mithalten?

Im internationalen Vergleich ist die Schweiz bereits stark aufgestellt. Laut Bio Suisse werden rund 18,2 % der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet, zudem gibt es über 7’300 Knospe-Betriebe.

Trotzdem gilt: Steigt die Nachfrage weiter, ohne dass die Produktion im gleichen Tempo nachzieht, müssen gewisse Produkte vermehrt importiert werden. Für Euch kann das bedeuten, dass Herkunft, Saison und Deklaration noch wichtiger werden – besonders dann, wenn Ihr gezielt Schweizer Bio bevorzugt.

Fazit: Bio bleibt 2025 stark – aber bewusster gekauft

Bio-Lebensmittel sind in der Schweiz fest etabliert. Die Nachfrage bleibt hoch, getragen von guter Verfügbarkeit, einem breiten Angebot im Detailhandel und dem Ausbau von Eigenmarken. Gleichzeitig zeigt sich: Viele von Euch kaufen Bio selektiver – Qualität ja, aber bitte mit einem stimmigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

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