Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer kaufen in Deutschland, Frankreich und Österreich ein. Besonders beliebt sind Konstanz, Lörrach, Weil am Rhein und Vorarlberg.
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Einkaufen ennet der Grenze: Schweizer Einkaufstourismus legt erneut zu
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Schweizer kaufen wieder häufiger im Ausland ein
Einkaufstourismus bleibt für viele Schweizerinnen und Schweizer ein fester Bestandteil des Alltags. Trotz gesenkter Zollfreigrenze und neuer Regelungen beim Grenzübertritt kaufen viele Menschen weiterhin regelmässig im grenznahen Deutschland, Frankreich, Italien oder Österreich ein. Aktuelle Studien zeigen sogar: Der Einkaufstourismus nimmt wieder zu.
Besonders beliebt sind dabei Städte und Regionen in unmittelbarer Grenznähe. Neben günstigeren Preisen spielen auch die grössere Produktauswahl und attraktive Einkaufsmöglichkeiten eine wichtige Rolle.
Einkaufstourismus wächst weiter
Viele Beobachter gingen davon aus, dass die Senkung der Zollfreigrenze den Einkaufstourismus spürbar bremsen würde. Die aktuellen Entwicklungen zeichnen jedoch ein anderes Bild: Für zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer bleibt der Einkauf im grenznahen Ausland weiterhin attraktiv.
Ob für den Wocheneinkauf in Süddeutschland, einen Shopping-Ausflug nach Vorarlberg oder einen Einkaufsbummel in den französischen Grenzregionen – viele Konsumentinnen und Konsumenten nutzen regelmässig die Möglichkeiten jenseits der Landesgrenze. Gleichzeitig steigen nicht nur die Besucherzahlen, sondern auch die durchschnittlichen Ausgaben pro Einkauf.
Für viele Haushalte ist das Einkaufen ennet der Grenze nach wie vor eine willkommene Möglichkeit, das Budget zu entlasten und von günstigeren Preisen sowie einer grösseren Produktauswahl zu profitieren. Besonders beliebt bleiben Einkaufsziele in Süddeutschland wie Konstanz, Weil am Rhein, Lörrach oder Singen. Aber auch die österreichischen Städte Dornbirn, Bregenz und Hohenems sowie zahlreiche Einkaufsregionen im Elsass und entlang der französischen Grenze ziehen jedes Jahr Tausende Schweizer Einkaufstouristinnen und Einkaufstouristen an.
Neben den Preisvorteilen schätzen viele Besucherinnen und Besucher die grosse Auswahl an Produkten, bekannte Drogeriemärkte, Einkaufszentren und die Möglichkeit, den Einkauf mit einem Tagesausflug, einem Restaurantbesuch oder einem entspannten Stadtbummel zu verbinden.
Diese Einkaufsziele sind besonders beliebt
Bei den Deutschschweizerinnen und Deutschschweizern gehören die grenznahen Einkaufsregionen in Süddeutschland weiterhin zu den beliebtesten Shopping-Destinationen. Vor allem Bewohnerinnen und Bewohner der Kantone Schaffhausen, Thurgau, Zürich, Aargau, Basel-Stadt und Basel-Landschaft profitieren von den kurzen Wegen ins benachbarte Deutschland und nutzen die dortigen Einkaufsmöglichkeiten regelmässig.
Die Kombination aus attraktiven Preisen, der grossen Auswahl an Geschäften und bekannte Drogeriemärkte sowie Einkaufszentren macht Süddeutschland seit Jahren zu einer der wichtigsten Einkaufsregionen für Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten. Viele verbinden ihren Einkauf mit einem Besuch der Innenstädte, einem Restaurantbesuch oder einem entspannten Tagesausflug.
Deutschland
Zu den meistbesuchten Orten zählen:
- Konstanz
- Weil am Rhein
- Lörrach
- Waldshut-Tiengen
- Singen (Hohentwiel)
- Rheinfelden (Baden)
Nicht zuletzt tragen auch die regelmässigen verkaufsoffenen Sonntage in Deutschland dazu bei, dass viele Städte entlang der deutsch-schweizerischen Grenze bei Schweizer Einkaufstouristinnen und Einkaufstouristen besonders beliebt sind.
Frankreich
Auch französische Grenzregionen sind bei Schweizer Einkaufstouristen sehr beliebt:
- Pontarlier
- Saint-Louis
- Mulhouse
- Huningue
- Annemasse
Österreich (Vorarlberg)
In Vorarlberg ziehen vor allem diese Städte und Einkaufsregionen zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer an:
- Dornbirn
- Bregenz
- Hohenems
- Feldkirch
- Bürs (Zimbapark)
- Rankweil
Viele Einkaufstouristinnen und Einkaufstouristen kombinieren ihren Einkauf dabei mit einem Tagesausflug, einem Restaurantbesuch oder einem entspannten Bummel durch die Innenstadt.
Was Schweizer im Ausland besonders gerne kaufen
Die beliebtesten Warengruppen haben sich in den vergangenen Jahren kaum verändert.
Vor allem gekauft werden:
- Lebensmittel
- Drogerieartikel
- Bekleidung
- Sportartikel
- Einrichtungsgegenstände
- Haushaltswaren
Gerade bei Drogerieprodukten, Lebensmitteln und Bekleidung sehen viele Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin attraktive Preisvorteile gegenüber dem Schweizer Markt.
Auch die grössere Auswahl bestimmter Produkte spielt für viele eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, im Ausland einzukaufen.
Preise bleiben der wichtigste Grund
Der Hauptgrund für den Einkaufstourismus sind weiterhin die günstigeren Preise.
Viele Schweizer Haushalte achten aufgrund steigender Lebenshaltungskosten stärker auf ihre Ausgaben als noch vor einigen Jahren. Entsprechend gewinnt das Preisbewusstsein beim Einkaufen zunehmend an Bedeutung.
Neben den Preisen nennen viele Konsumentinnen und Konsumenten auch folgende Gründe:
- grössere Produktauswahl
- spezielle Marken und Produkte
- attraktive Aktionen und Rabatte
- Einkaufserlebnis in grenznahen Städten
Besonders bei grösseren Einkäufen kann sich der Preisunterschied nach wie vor deutlich bemerkbar machen.
Die Zollfreigrenze zeigt nur begrenzte Wirkung
Seit Anfang 2025 gilt für die Einfuhr von Waren in die Schweiz eine reduzierte Zollfreigrenze. Statt wie früher 300 Franken können Einkäufe nur noch bis zu einem Warenwert von 150 Franken abgabenfrei eingeführt werden.
Viele Einkaufstouristinnen und Einkaufstouristen haben diese Änderung wahrgenommen und berücksichtigen sie bei ihrer Einkaufsplanung.
Dennoch zeigen aktuelle Entwicklungen, dass die neue Regelung den Einkaufstourismus bislang nicht nachhaltig bremsen konnte. Für viele Menschen überwiegen weiterhin die finanziellen Vorteile eines Einkaufs im Ausland.
Der Wechselkurs bleibt ein wichtiger Faktor
Neben den Preisen spielt auch der Wechselkurs eine zentrale Rolle. Ein starker Franken macht Einkäufe im Euroraum besonders attraktiv. Dadurch können Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten zusätzlich sparen.
Viele Experten sehen deshalb den Wechselkurs als einen der wichtigsten Einflussfaktoren für die Entwicklung des Einkaufstourismus. Solange der Franken stark bleibt, dürfte das Einkaufen im Ausland für viele Haushalte interessant bleiben.
Beliebt bei Familien und Wochenendausflüglern
Einkaufstourismus ist längst mehr als nur ein schneller Einkauf über die Grenze. Viele Menschen verbinden den Ausflug mit Freizeitaktivitäten, Gastronomie oder einem Besuch in Einkaufszentren und Innenstädten.
Besonders an Wochenenden zieht es viele Schweizerinnen und Schweizer nach Deutschland, Frankreich, Österreich oder Italien. Beliebte Einkaufsstädte profitieren dadurch nicht nur vom Detailhandel, sondern auch von Restaurants, Cafés und touristischen Angeboten.
Zusammengefasst
Der Einkaufstourismus bleibt für viele Schweizerinnen und Schweizer attraktiv. Trotz gesenkter Zollfreigrenze kaufen viele Menschen weiterhin regelmässig im grenznahen Ausland ein. Günstigere Preise, eine grössere Produktauswahl und der starke Franken sorgen dafür, dass Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien beliebte Einkaufsziele bleiben. Vor allem die Städte wie Konstanz, Weil am Rhein, Lörrach, Pontarlier, Dornbirn oder Bregenz profitieren weiterhin von der hohen Nachfrage aus der Schweiz. Für viele Konsumentinnen und Konsumenten gehört der Einkauf ennet der Grenze fest zum Einkaufsalltag dazu.
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