Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer kaufen in Deutschland, Frankreich und Österreich ein. Besonders beliebt sind Konstanz, Lörrach, Weil am Rhein und Vorarlberg.
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Einkaufstourismus: Wo Schweizer beim Einkauf im Ausland am meisten sparen
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Tipps für Einkaufstouristen: Wo sich der Sprung über die Grenze richtig lohnt
Für viele Schweizerinnen und Schweizer gehört der Einkauf ennet der Grenze längst zum festen Bestandteil des Alltags. Ob in Konstanz, Lörrach, Weil am Rhein, Dornbirn oder Mulhouse – die grenznahen Einkaufsregionen in Deutschland, Österreich und Frankreich ziehen jedes Jahr Millionen von Schweizer Einkaufstouristen an.
Trotz der seit 2025 geltenden Wertfreigrenze von 150 Franken pro Person bleibt das Sparpotenzial in vielen Produktkategorien erheblich. Vor allem bei Drogerieartikeln, Medikamenten und ausgewählten Lebensmitteln lassen sich teilweise Preisunterschiede von 50 Prozent und mehr erzielen.
Wer die richtigen Produkte kauft und seinen Einkauf gezielt plant, kann die Fahrt über die Grenze weiterhin sinnvoll nutzen. Wir zeigen Euch, bei welchen Warengruppen sich der Einkauf besonders lohnt – und wo die Preisunterschiede mittlerweile deutlich kleiner geworden sind.
Der Drogerie-Effekt: Hier sparen Schweizer Einkaufstouristen besonders viel
Wenn es eine Produktkategorie gibt, bei der sich der Einkauf ennet der Grenze fast immer lohnt, dann sind es Drogerieartikel.
Viele Schweizerinnen und Schweizer steuern bei ihrem Einkauf in Deutschland deshalb gezielt Drogeriemärkte wie dm oder Rossmann an, bevor sie überhaupt den Supermarkt betreten.
Besonders gross sind die Preisunterschiede bei Produkten des täglichen Bedarfs:
- Deodorants
- Duschgels
- Shampoos
- Zahnpasta
- Rasierklingen
- Kosmetikprodukte
- Hautpflegeartikel
- Damenhygieneprodukte
- Batterien
Während ein Marken-Deodorant oder eine Zahnpasta in der Schweiz oft mehrere Franken kostet, sind vergleichbare Produkte in Deutschland teilweise bereits für wenige Euro erhältlich.
Auch Rasierklingen gehören seit Jahren zu den beliebtesten Produkten bei Schweizer Einkaufstouristen. Gerade Markenprodukte sind im Ausland häufig deutlich günstiger erhältlich.
Ein besonderer Geheimtipp bleiben Batterien. Ob AA-, AAA- oder Knopfzellenbatterien – die Preisunterschiede zwischen Schweizer Detailhändlern und deutschen Discountern oder Drogeriemärkten können enorm sein. Wer hier gezielt Vorräte einkauft, spart oft bereits einen beachtlichen Betrag.
Auch Entkalkungsmittel für Kaffeemaschinen, Reinigungsprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel gehören zu den Warengruppen, bei denen sich ein Preisvergleich regelmässig lohnt. Gleichzeitig profitieren Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten von einer deutlich grösseren Produktauswahl.
Für viele Grenzgänger gilt deshalb: Bereits der Einkauf in der Drogerie kann einen grossen Teil der Fahrkosten kompensieren.
Medikamente und Gesundheitsprodukte: Hier sind die Preisunterschiede oft besonders gross
Ein weiterer Bereich mit erheblichem Sparpotenzial ist die Apotheke.
Gerade bei rezeptfreien Medikamenten fallen die Preisunterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz häufig deutlich aus. Schmerzmittel, Erkältungspräparate oder Wundsalben kosten in Deutschland oftmals wesentlich weniger als in Schweizer Apotheken.
Besonders beliebt hier sind z.B:
- Ibuprofen
- Aspirin
- Nasensprays
- Erkältungsmittel
- Bepanthen-Produkte
- Voltaren-Produkte
- Wund- und Heilsalben
- Nahrungsergänzungsmittel
Wer regelmässig Produkte für die Hausapotheke benötigt, kann über das Jahr hinweg spürbare Beträge sparen.
Hinzu kommt, dass die Auswahl an Generika und alternativen Produkten häufig grösser ist als in der Schweiz.
Wichtig bleibt jedoch, die geltenden Einfuhrbestimmungen zu beachten. Für den Eigenbedarf dürfen Medikamente eingeführt werden, allerdings nur in den zulässigen Mengen.
Kühlschrank-Check: Milchprodukte, Margarine und Tiefkühlkost
Auch bei Lebensmitteln lassen sich nach wie vor attraktive Preisvorteile erzielen.
Besonders interessant sind Produkte, die regelmässig konsumiert werden und sich gut lagern oder bevorraten lassen.
Dazu gehören unter anderem:
- Margarine
- Streichfette
- Joghurt
- Quark
- Desserts
- Tiefkühlprodukte
- Pommes Frites
- Käse
- Butter (unter Beachtung der Einfuhrgrenzen)
Gerade bei Milchprodukten zeigen sich oft deutliche Unterschiede. Während diese Produkte in der Schweiz aufgrund verschiedener Marktbedingungen vergleichsweise teuer sind, profitieren Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland von einem intensiveren Wettbewerb und häufig niedrigeren Preisen.
Familien können dadurch bei einem grösseren Einkauf schnell mehrere Dutzend Franken sparen.
Frühstückstisch und Markenprodukte
Viele Schweizer Familien kennen das Problem: Bestimmte Markenprodukte gehören einfach zum Alltag.
Gerade bei Cerealien, Frühstücksprodukten und Konfitüren zeigt sich jedoch regelmässig ein deutlicher Preisunterschied.
Besonders beliebt sind:
- Kellogg's-Produkte
- Frühstückscerealien
- Konfitüren
- Brotaufstriche
- Tee
- Kaffee
- Schokolade
- Snacks
Hinzu kommt, dass die Auswahl in vielen deutschen Supermärkten deutlich grösser ist als in Schweizer Detailhandelsgeschäften.
Viele Einkaufstouristen nutzen dies, um neue Produkte auszuprobieren oder ihre Lieblingsmarken günstiger einzukaufen.
Haushaltsartikel und Alltagshelfer
Neben Lebensmitteln und Drogerieartikeln lohnt sich häufig auch ein Blick in die Haushaltsabteilungen.
Dort finden sich oftmals attraktive Preise bei:
- Reinigungsmitteln
- Küchenhelfern
- Aufbewahrungsartikeln
- Kerzen
- Papierwaren
- Waschmitteln
- Spülmaschinenprodukten
Wer seinen Einkauf gut plant, kann viele Produkte des täglichen Bedarfs für mehrere Wochen oder Monate bevorraten.
Diese Produkte lohnen sich heute weniger
Nicht jede Warengruppe bietet automatisch einen Preisvorteil.
In einigen Bereichen haben sich die Preisunterschiede in den vergangenen Jahren deutlich reduziert.
Unterhaltungselektronik
Smartphones, Laptops, Kameras und Spielkonsolen sind häufig ähnlich teuer oder teilweise sogar günstiger in der Schweiz erhältlich.
Die tiefere Schweizer Mehrwertsteuer und der starke Wettbewerb im Elektronikhandel sorgen dafür, dass sich die Fahrt ins Ausland oft nicht lohnt.
Standard-Lebensmittel
Produkte wie:
- Reis
- Pasta
- Zucker
- Mehl
- Bananen
sind bei Schweizer Discountern inzwischen häufig preislich sehr nahe am deutschen Niveau.
Hier fällt der Preisvorteil oftmals geringer aus als viele vermuten.
Luxusgüter
Bei Uhren, Schmuck oder Designermarken lohnt sich ein genauer Preisvergleich.
Die tieferen Steuern in der Schweiz gleichen die Preisunterschiede oftmals aus. Gleichzeitig wird die Wertfreigrenze schnell überschritten.
Möbel und grosse Anschaffungen
Möbel erscheinen im Ausland auf den ersten Blick häufig günstiger.
Wer jedoch Transportkosten, Verzollung, Fahrzeugmiete, Garantiefragen und mögliche Retouren berücksichtigt, stellt schnell fest, dass der Preisvorteil deutlich kleiner ausfallen kann.
Tanken und E-Mobilität
Früher gehörte ein günstiger Tankstopp fast automatisch zum Einkaufsausflug. Heute lohnt sich ein Preisvergleich vor Ort. Je nach Region, Wechselkurs und Marktsituation können die Preise sowohl in der Schweiz als auch im Ausland attraktiver sein.
Besitzer von Elektrofahrzeugen sollten zudem die Angebote der Einkaufszentren, Gewerbeparks und Supermärkte prüfen. Einige Anbieter bieten während des Einkaufs vergünstigte Ladetarife an.
Tipps für die Zollabwicklung
Seit 2025 gilt die reduzierte Wertfreigrenze von 150 Franken pro Person.
Das bedeutet:
- Die Freigrenze gilt pro Person.
- Kinder zählen ebenfalls zur Personenzahl.
- Bei Überschreitung fällt Schweizer Mehrwertsteuer auf den gesamten Warenwert an.
- Mengenbeschränkungen gelten weiterhin bei Fleisch, Butter und Alkohol.
Wer seinen Einkauf plant und die geltenden Regeln kennt, kann unangenehme Überraschungen an der Grenze vermeiden.
Beliebte Einkaufsziele für Schweizer Einkaufstouristen
Besonders beliebt bleiben die grenznahen Einkaufsregionen in Deutschland, Frankreich und Österreich.
Deutschland
- Konstanz
- Weil am Rhein
- Lörrach
- Waldshut-Tiengen
- Singen (Hohentwiel)
- Rheinfelden (Baden)
Frankreich
- Saint-Louis
- Mulhouse
- Huningue
- Pontarlier
- Annemasse
Österreich (Vorarlberg)
- Dornbirn
- Bregenz
- Feldkirch
- Hohenems
- Rankweil
- Bürs (Zimbapark)
Nicht zuletzt machen auch zahlreiche verkaufsoffene Sonntage, Einkaufsveranstaltungen und Sonderöffnungen viele Grenzregionen für Schweizer Einkaufstouristinnen und Einkaufstouristen besonders attraktiv.
Fazit
Auch nach der Senkung der Wertfreigrenze bleibt der Einkauf ennet der Grenze für viele Schweizer Haushalte interessant. Besonders bei Drogerieartikeln, Medikamenten, Körperpflegeprodukten und ausgewählten Lebensmitteln lassen sich weiterhin erhebliche Preisvorteile erzielen. Wer seinen Einkauf gezielt plant, Preise vergleicht und die Zollbestimmungen kennt, kann den Einkauf im benachbarten Deutschland, Österreich oder Frankreich weiterhin sinnvoll mit einem Tagesausflug verbinden und dabei spürbar sparen.
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